Verlassenes Krankenhaus ist schon seit Jahren unbewohnt, von innen wird es dich überraschen!

Das Ospedale Psichiatrico di Volterra sieht wie ein Gebäude aus, dass direkt aus einem Horrorfilm zu stammen scheint. Es ist ein Überbleibsel einer alten italienischen psychiatrischen Einrichtung, die sich auf einem Hügel in der waldreichen Umgebung nicht weit vom Zentrum der Stadt Volterra befindet. Das Hauptgebäude (insgesamt gibt es vier Gebäude) erreicht man über eine lange Allee. Das Gebäude wurde im Laufe der Jahre durch Wind und Wetter und Vandalismus stark beschädigt; die Fenster fehlen und die Mauern sind von Graffiti überzogen. Im Innern sind aber noch einige Dinge aus dem Jahr 1978 erhalten geblieben, das Jahr, in dem die Klinik geschlossen wurde, eine alte Telefonzelle, Liegen und noch vieles mehr.


Bron | Andy Schwetz

Das inzwischen verfallene Krankenhaus wurde im Jahr 1888 gegründet. Es beherbergte eine Abteilung für Demenz und für Menschen mit psychischen Störungen. 1902 erhielt die Abteilung den offiziellen Namen ‚Frenocomio‘ (was psychiatrisches Krankenhaus bedeutet). In den darauffolgenden Jahrzehnten durchlief die Einrichtung eine wichtige Entwicklung unter der Leitung von Dr. Luigi Scabia, nach dem auch eines der Gebäude benannt wurde. Die Einrichtung wurde langsam um einige Geschäfte, diverse Dienstleistungen, einen landwirtschaftlichen Betrieb und eine juristische Abteilung erweitert. Scabias Plan war, ein völlig autarkes Dorf zu erschaffen, in dem sich die Patienten ganz frei fühlen konnten, aber auch, um einen Arbeitsplan erstellen zu können, damit ihnen die Rückkehr in die Gesellschaft auch nach längerem Klinikaufenthalt leichter fallen würden.


Bron | Andy Schwetz

Zwischen 1902 und 1909 trafen viele neue Patienten ein und wurden deshalb drei neue Pavillons (Verga, Charcot und Ferri) gebaut, um die neuen Patienten unterbringen zu können. Der Leiter Luigi Scabia ging 1934 in den Ruhestand und verstarb schon bald danach. In den 50er und 60er Jahren wuchs das Krankenhaus zu einer der größten psychiatrischen Einrichtungen von ganz Italien heran mit mehr als 100.000 Kubikmeter Raum, bis im Jahre 1978 der Psychiater Franco Basaglia das Gesetzt 180 auf den Weg brachte, das auch als das Gesetz von Basaglia bekannt ist. Hierdurch mussten alles psychiatrischen Krankenhäuser gezwungenermaßen ihre Tore schließen. Patienten mit einer psychischen Störungen hatten ab jenem Moment Anrecht auf eine ganz normale medizinische Behandlung. Seit jener Zeit steht das gigantische Krankenhaus leer, und es hat sich kaum etwas verändert, außer dass es etwas in die Jahre gekommen und halb verfallen ist. Möchtest du gerne sehen, wie es dort von innen aussieht? Dann klicke zur nächsten Seite weiter.